Hochzeitsfotografie: Mit 7 Tipps zu guten Hochzeitsfotos

Braut

An Hochzeitsfotos werden in der Regel besonders hohe Anforderungen gestellt. Immerhin findet der Tag so nur einmal statt und das Paar wünscht sich oftmals die perfekten Fotos als Erinnerung an die Eingehung ihrer Ehe. Deswegen ist es wichtig, sich ausreichend auf die Session vorzubereiten. Das gilt vor allem für Menschen, die bisher keinen professionellen Weg als Fotograf eingeschlagen haben, jedoch eine gute Kamera besitzen und wegen ihrer Fähigkeiten hinter der Linse vom Hochzeitspaar gebeten wurden, den Tag fotografisch zu begleiten und festzuhalten. Wer einige Dinge beachtet, kann den gröbsten Fehlern der Hochzeitsfotografie aus dem Weg gehen und das Paar mit guten Fotos glücklich machen.

Nun die sieben Tipps zu guten Hochzeitsfotos:

1. Die Ausrüstung

Das wichtigste bei dem Fotografieren ist zunächst natürlich die Kamera. Damit diese nicht zwischendurch versagt, sollten immer Ersatzakkus dabei sein. Wer eine zweite Kamera hat, bringt auch besser diese mit. Immerhin kann man Technik nicht vom Versagen freisprechen. Ganz im Gegenteil- meistens lässt sie dann im Stich, wenn man sie am dringendsten braucht. Auf den Worst Case sollte man lieber vorbereitet sein, damit es später zu keinen Enttäuschungen kommt.

Neben dem Vorhandensein einer funktionierenden Kamera spielen die Einstellungen eine große Rolle. Immerhin entscheiden diese unter anderem über die Qualität und das spätere Aussehen des Fotos. Deswegen ist es lohnenswert, sich spätestens einen Tag vor der Hochzeit nochmal mit allen Einstellungen und Funktionen des Geräts auseinanderzusetzen und sich einen Überblick zu verschaffen. Wer die Möglichkeit hat, probiert die Einstellung bestenfalls nochmal aus und überlegt sich, welche Einstellung die richtige für welches Motiv ist.

2. Die richtige Einstellung finden

Bei einer klassischen Hochzeit wird in weiß geheiratet. Was in der Realität oftmals hübsch aussieht, ist leider nur schwer aufs Foto zu kriegen. Stattdessen neigen Hochzeitskleider dazu, durch Überbelichtung in eine weiße Masse überzugehen, die jedes Detail verschluckt und am Ende nur noch plump aussieht. Um das Kleid der Braut zur Geltung zu bringen, ist eine Anpassung der Kamera im Bereich der Belichtung wichtig. Dafür lässt sich die Helligkeit bei den meisten hochwertigen Kameras auf den Tasten “+” und “-” reduzieren oder verstärken.

Weitere Informationen über die Belichtung können über das Histogramm herausgefunden werden. Das Histogramm ist eine Verteilung, die Auskunft über die Tonwerte gibt. Unterhalb der Verteilung ist eine Zeile aus verschiedenen Tönen ersichtlich. Diese spiegeln die Tonwerte wider. Der Graph selbst zeigt, welche Tonwerte in welcher Ausprägung in dem Bild vorhanden sind. Steigt der Graph über einem bestimmten Ton nur kurzzeitig an, so bedeutet dies, dass der Tonwert nur wenig in dem Bild vorherrscht. Anders sieht das bei einem stark ausschlagenden Graphen aus. Hier ist erkenntlich, dass der Ton in dem Bild eindeutig zur Geltung kommt. Bei einer guten, ausgewogenen Belichtung nimmt der Graph eine gleichmäßige Verteilung mit abflachenden Enden an.

Bei der Hochzeitsfotografie sollte nun eine leichte Unterbelichtung eingestellt werden. So lässt sich das Verschwimmen des Kleides verhindern und die Schattierungen des Anzugs des Bräutigams kommen besser zur Geltung. Das Histogramm zeigt bestenfalls einen Graphen mit einer vermehrten Verteilung im linken Bereich an. Ausreißer sind zu vermeiden.
trauung

3. Mit Graufilter zu magischen Fotos

Graufilter sind auch als ND-Filter bekannt. Fotos mit ND-Filter geschossen wirken magisch und verzaubert. Sie scheinen die Wirklichkeit zu verändern, führen aber zu äußert reizvollen Fotos. Der Trick der Graufilter ist eine Reduktion des einfallenden Lichts. Auf diese Weise wird die Belichtungszeit verlängert oder die Öffnung der Blende vergrößert. Die Objekte auf dem Foto wirken fließend sowie weich und manchmal auch intensiver. Der ND-Filter erlaubt zudem das Verschwinden lassen von Objekten. Das Geheimnis des ND-Filters ist eine Langzeitbelichtung.

Richtige Belichtungszeit beachten

Die Belichtungszeit hat auf unterschiedliche Dinge Einfluss: Sie regelt die Menge des Lichts, führt zu scharfen oder verschwommenen Bildern und beeinflusst die Objekte auf dem Foto, wie es beispielsweise bei einem ND-Filter der Fall ist, welcher bewegtes Wasser eher als weich statt eingefroren zeigt.

Für ein scharfes Foto sollte die Belichtungszeit etwa dem Kehrwert der Brennweite entsprechen. Wenn die Brennweite 50 mm beträgt, gilt für die Belichtungszeit eine Einheit von 1/50s. Bewegen sich die Motive, so sind kleinere Verschlusszeiten notwendig.

5. Vorbereitung ist alles

Wenn möglich, ist es immer lohnenswert, sich die Location vor dem großen Tag anzusehen. So bekommt man einen Überblick über die möglichen Motive und die vorhandenen Begebenheiten des Orts. Schließlich darf man bei Fotos die Position der Sonne nicht außen vor lassen, damit die Fotografierten keine tränenden oder gar geschlossenen Augen aufweisen. Besser für die Fotos ist ein geschützter Ort mit ein wenig Schatten. Dieser sollte aber nicht so stark sein, dass er sich negativ auf die Bilder auswirkt. Zu bevorzugen ist ein geordneter Hintergrund.

6. Gruppenfotos gut planen

Das Gruppenfoto ist eine besondere Herausforderung. Immerhin sollten alle auf dem Bild sein und bestenfalls nicht unvorteilhaft aussehen. Dafür platziert man das Brautpaar in der Mitte und versammelt die Gäste um sie herum. Kleine Personen gehören noch vorne, große nach hinten. Das Foto selbst gelingt besonders gut aus der Höhe. Dafür kann man sich auf eine Leiter oder eine Mauer stellen.

7. Die Geschichte des Paares aufs Papier bringen

Um den großen Tag wirklich gut festzuhalten, sollten die Fotos die Geschichte des Paares erzählen. Dafür kann man Fotos von der leeren Location machen und den Vorbereitungen, wie dem Bräutigam, der seine Krawatte bindet, oder der Braut, die frisiert wird. Die Fotos sollten die Emotionen einfangen und festhalten, sodass das Paar sie gerne in die Hand nimmt, um sich an ihre Hochzeit zu erinnern.

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